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Appetit auf Hund, Pferd und Kuh

In China ernähren sich Amur-Tiger ganz anders als in Russland. Bestände und Verbreitungsgebiet der größten lebenden Katze und des kleineren Amur-Leoparden legen in Fernost spürbar zu

  • Von Kai Althoetmar
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Chinesen werden gerne dafür gescholten, dass auf ihrem Speisezettel als lokale Spezialität zuweilen auch Hund, Katze oder Schlange stehen. Was dem Chinesen im Klischee recht ist, ist Chinas Tigern nur billig. Denn die kleine Population von Amur-Tigern, die durch Chinas Nordosten streift, bestreitet ein Drittel ihres Kalorienbedarfs mit dem Verzehr von Hund, Kuh, Pferd und sogar Luchs, wie chinesische Forscher in einer Feldstudie herausfanden - während die Tiger im russischen Verbreitungsgebiet dies nicht tun.

Das zeigt eine im Fachjournal »Integrative Zoology« (DOI: 10.1111/ 1749-4877.12322) veröffentlichte Studie chinesischer Wissenschaftler. Ein Team um Jiang Guangshun von der Northeast Forestry University in Harbin in Nordostchina hat im Nationalen Amur-Tiger-Reservat Hunchun anhand von Kotproben untersucht, wovon sich die gefährdeten Großkatzen ernähren.

Die Forscher fanden im Laufe von fünf Jahren 47 verwertbare Kothaufe...


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