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Hilflose Wut

Alexander Ludewig über Ralf Rangnick als Leipziger Trainer

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

»Schlecht verteidigt«, »unterirdische Einstellung«, »schlechte Physis« - alles, was Ralf Rangnick als Grund für die Niederlage seiner Leipziger Fußballer gegen Salzburg anführte, hat er zu verantworten. Einen Tag nach dem 2:3 hatte er sich noch immer nicht beruhigt, und kündigte Konsequenzen für einzelne Spieler an.

Es wird immer deutlicher, dass Rangnicks Entschluss, in dieser Saison seinen Masterplan als Trainer ganz direkt auf dem Platz umzusetzen, keine gute war. Daher auch seine Wut: Die Niederlage gegen den von ihm als »Ausbildungsverein« titulierten Salzburger Red-Bull-Klub ist für ihn eine ganz persönliche. Sie kratzt an seinem Selbstverständnis: Auch mit 60 Jahren will er noch immer beweisen, dass er es besser kann als alle anderen.

Zweifel lässt Rangnick nicht zu. Auch nicht an seiner umstrittenen Idee, Bundesliga und Europa League mit zwei fast verschiedenen Teams spielen zu lassen. Und wenn er selbst schon nicht gewinnen kann, dann beansprucht er eben den Sieg des Gegners für sich: »Ich hatte drei Jahre dazu beigetragen, dass so eine Mannschaft in Salzburg auf dem Platz stand wie an diesem Abend.«

Als Sportdirektor war Rangnick kaum angreifbar. Näher dran, als Trainer, wirkt er fast schon bemitleidenswert hilflos, wenn er die Schuld weiterhin nur bei anderen sucht. Fakt ist: RB Leipzig steht mit dem schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte da.

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