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Lernte der Mensch aus den Kriegen?

Der Schriftsteller Ralf Rothmann ist mit dem diesjährigen Uwe-Johnson-Literaturpreis geehrt worden. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für den Roman »Der Gott jenes Sommers« wurde am Freitag in Berlin überreicht. Mit dem Preis würdigten die Stifter den 65-Jährigen laut Jury der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft als Autor, »in dessen Gesamtwerk die unbestechliche Erinnerungsarbeit eine zentrale Rolle spielt«.

In seinem neuen Roman zeige Rothmann aus der Sicht eines 13-jährigen Mädchens, dass Krieg nicht allein Tod und Verletzung, Entbehrung und Angst um die Angehörigen bedeute, hieß es.

Der in Berlin lebende Autor beschreibe »eindrucksvoll, wie der Krieg die Seele angreift und die ethische Sicherheit des einzelnen bedroht«. Indem Rothmann in seinen Roman Erzählstücke hineinwebe, die im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt sind, stelle er eine Verbindung der Zeiten her »und wirft die existenzielle Frage auf, ob der Mensch aus den Kriegen gelernt hat«.

Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis an deutschsprachige Autoren vergeben, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Johnsons Poetik finden oder die einen deutsch-deutschen Erfahrungshintergrund berücksichtigen. Stifter sind die Mecklenburgische Literaturgesellschaft, eine Anwaltskanzlei und der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg.

Der Uwe-Johnson-Preis erinnert an den Autor Uwe Johnson (1934 - 1974), der zu den großen deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts gezählt wird.

Frühere Preisträger waren unter anderem Christa Wolf, Walter Kempowski, Uwe Tellkamp, Lutz Seiler und zuletzt 2016 Jan Koneffke. epd/nd

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