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Jemand hat die Absicht ...

... Mauern zu bauen, aber das erweist sich als gar nicht so einfach

Berlin. Nun gibt es doch keine neue Mauer in Berlin. Das Projekt des russischen Filmemachers Ilya Khrzhanosky wurde von den Berliner Behörden vorerst nicht genehmigt. Was die einen bedauern, weil man Kunst nicht behindern solle, und die anderen begrüßen, weil ansonsten mit dem Leid aus Mauerzeiten gespielt worden wäre. Der Künstler wollte einen kleinen Teil der Berliner Innenstadt mit wuchtigen Betonteilen abriegeln und damit das Gefühl des Eingemauertseins, des Eingesperrtseins noch einmal heraufbeschwören. Zur Hebung des Geschichtsbewusstseins und gegen Eintritt. Diktaturerfahrung to go mit Billett, das ist schon mal eine Pointe. Dass der Nachbau einer Mauer, die einst ein ganzes Land absichern sollte, nun ausgerechnet an Sicherheitsbedenken scheitert, ist allerdings ein noch viel schöneres Beispiel für Berliner Humor.

Dabei müsste und sollte es offenbar gar nicht allein um die Berliner Mauer gehen. Mauern und Zäune sind längst wieder in Mode gekommen, in den meisten Fällen zur Abwehr ungebetener Besucher. In Südosteuropa, im Nahen Osten und anderswo werden martialische Bollwerke geplant und errichtet. Auch US-Präsident Donald Trump möchte sich mit einer Mauer verewigen - 1600 Kilometer lang, mindestens zwölf Meter hoch. »Massiv und wunderschön«, wie Trump seinen Anhängern im Wahlkampf immer wieder versprach. 25 Milliarden Dollar will er sich die Barriere gegen Flüchtlinge aus Richtung Süden kosten lassen und die Rechnung anschließend nach Mexiko schicken. Nun tobt der Präsident, weil im neuen Haushaltsentwurf kein Geld dafür vorgesehen ist und sich seine Partei, die Republikaner, in Verhandlungen mit den Demokraten auf den Verzicht einließ. Trump will seine Mauer um jeden Preis - und wenn er dafür den öffentlichen Dienst in den USA lahmlegen muss. wh Seiten 7 und 10

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