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Rostock: Gegner zwingen AfD-Aufmarsch zur Umkehr

4000 Menschen protestieren gegen rechte Veranstaltung / Nur etwa 700 Teilnehmer wollten Björn Höcke hören

  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein Teilnehmer des Demonstrationszuges hält ein Schild mit der Aufschrift
Ein Teilnehmer des Demonstrationszuges hält ein Schild mit der Aufschrift "Bunte Liebe statt braunem Hass".

Rostock. In der Rostocker Innenstadt haben sich am Samstagabend rund 4000 Menschen einer Demonstration der AfD friedlich entgegengestellt. Dem Aufruf zur AfD-Demonstration unter dem Motto »Für unser Land und unsere Kinder« folgten nach Angaben der Polizei rund 700 Menschen. Das Motto der Gegendemonstranten lautete »Kein Schritt zurück - Für ein solidarisches Rostock!«.

Nach einer kurzen Kundgebung waren die AfD-Anhänger vom Neuen Markt aus zu einem angekündigten Demonstrationszug durch die Innenstadt angetreten. Nach knapp 1,5 Kilometern wurde der Zug durch eine Blockade gestoppt, er musste den Weg zurück antreten. Dort sprach dann der als Hauptredner angekündigte Thüringer AfD-Partei- und Fraktionschef Björn Höcke, der in der Vergangenheit schon mehrfach mit rassistischen Aussagen für Schlagzeilen sorgte und als Wortführer des stramm nationalen AfD-Flügels gilt. dpa/nd

In Rostock zeigte er sich in seiner Wortwahl allerdings gemäßigt, ohne die AfD-Linie beispielsweise gegenüber Ausländern zu verlassen. Er kritisierte heftig das andauernde Koalitionsgerangel um Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. Wegen einer peinlichen Panne - dem Generator für die Lautsprecheranlage ging offensichtlich das Benzin aus - musste er nach gut 20 Minuten seine Rede per Megafon fortsetzen und war nur noch für einen Teil der Zuhörer auf dem Markt gut zu verstehen.

Der frühere Ausländerbeauftragte Rostocks und direkte Zeuge der rassistischen Ausschreitungen von Lichtenhagen 1992, Wolfgang Richter, kritisierte Höcke. Dieser versuche mit Hass die Gesellschaft in ihrem Umgang mit Flüchtlingen zu spalten. »Es gab damals in Lichtenhagen die gleichen Parolen.«

Die Polizei war mit einem ungewöhnlich starken Aufgebot vertreten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte zuvor bei einer interreligiösen Andacht in der Marienkirche mit 800 Besuchern gesprochen. »Mecklenburg-Vorpommern ist ein weltoffenes und freundliches Land. Und das wollen wir auch bleiben.« Agenturen/nd

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