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Knabe-Vize beurlaubt

Gedenkstättenleiter reagiert auf Belästigungsvorwürfe

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Der Vize-Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Helmuth Frauendorfer, ist mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Das habe Direktor Hubertus Knabe am Montag entschieden, teilte die Gedenkstätte mit. Ehemalige Mitarbeiterinnen der Einrichtung hatten Frauendorfer vorgeworfen, sie unter anderem sexuell belästigt zu haben. Über seinen Anwalt habe dieser erklärt, dass die Vorwürfe »zum Teil wirklich berechtigt« seien. Der Stiftungsrat werde sich mit deren juristischer Bewertung an diesem Dienstag beschäftigen.

Knabe habe zudem die ehemalige Präsidentin der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl (CDU), beauftragt, die Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte zu den Vorwürfen zu befragen. Das Ergebnis solle in einem Abschlussbericht auch praktische Schlussfolgerungen für ein respektvolles Zusammenarbeiten zwischen Männern und Frauen enthalten.

Nach Angaben der Gedenkstätte hatte Knabe im März 2016 Frauendorfer in einem Personalgespräch arbeitsrechtliche Konsequenzen angedroht. Nach einem erneuten Hinweis habe er im Juni 2018 Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, das Ermittlungsverfahren hatte die Staatsanwaltschaft Berlin im August mangels Tatverdachts eingestellt. Die Frauen hatten Frauendorfer im Juni in einem Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) »erschreckende Regelhaftigkeit übergriffiger Verhaltensmuster« bis hin zu sexueller Belästigung vorgeworfen. epd/nd

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