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Wüstenaufhalter

Der Landwirt aus Burkina Faso ist so etwas wie eine kleine Berühmtheit: Seit Jahren pilgern Ökologen und Agrarwissenschaftlerinnen in ein kleines Dorf Gourga im Norden des Landes, zu Yacouba Sawadogo, der eine Anbautechnik entwickelt hat, mit der karge Böden wieder fruchtbar werden. Ein englischer Dokumentarfilmer bezeichnete Sawadogo als den »Mann, der die Wüste aufhielt«. Das Right-Livelihood-Komitee zeichnete ihn »für die Verwandlung von unfruchtbarem Land in lebendigen Wald und für die Weiterentwicklung von lokalem und indigenem Wissen zur Regeneration des Bodens« und damit für seine pionierhafte Arbeit im Kampf gegen den Hunger aus.

Die Grundlage für Sawadogos Erfolgrezept bildet die traditionelle Anbautechnik Zaï. Dabei werden Löcher in den harten Boden gegraben, in denen sich während der Regenzeit Wasser sammelt und der Aussaat Feuchtigkeit spendet. Yacouba Sawadogo hat das Zaï-System entscheidend verbessert. Er gräbt größere Löcher und füllt sie mit Kompost auf, um die Feuchtigkeit besser speichern zu können. Die Qualität des Komposts wird durch den Einsatz von Termiten erhöht. Niedrige Steinreihen regulieren den Wasserfluss während der Regenzeit, damit das Oberflächenwasser besser aufgenommen werden kann. Die Technik wird mittlerweile von Hunderttausenden Bauern in der Sahelzone angewendet. In Burkina Faso und den Nachbarstaaten Niger und Mali wurden dadurch Millionen Hektar Ödland in fruchtbare Gebiete verwandelt. nd

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