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Stiftungsrat traf sich zur Sondersitzung

Der Stiftungsrat der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen hat sich am Dienstag mit den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen den stellvertretenden Direktor Helmuth Frauendorfer auseinandergesetzt. Ehemalige Mitarbeiterinnen der Einrichtung hatten Frauendorfer vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Gedenkstätten-Direktor Hubertus Knabe hatte seinen Stellvertreter daraufhin am Montag beurlaubt.

In dem Brief, der auch »nd« vorliegt, berichten mindestens sechs Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte unter anderem über verbale Belästigungen mit sexuellem Charakter, aufdringliche private Einladungen, nächtliche SMS, Berührungen und Mobbing. Die Präsidentin der ersten frei gewählten und zugleich letzten DDR-Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, sei mit einer Befragung der Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte beauftragt worden. Daraus soll ein Bericht entstehen, der auch Schlussfolgerungen für ein respektvolles Zusammenarbeiten von Männern und Frauen enthalten soll. Bis Redaktionsschluss dieser Zeitung war der Ausgang der Sondersitzung noch nicht bekannt. fbr

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