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Schwarz-rot-goldene Schleichwerbung

Die Fernsehserie »Babylon Berlin« verspricht Authentizität, doch diesem Anspruch wird sie nicht gerecht. Vor allem aber betreibt sie Geschichtsklitterung, indem sie Brechts »Dreigroschenoper« zum nationalkulturellen Erbe verfälscht.

  • Von Jan Knopf
  • Lesedauer: ca. 12.5 Min.

Der Schriftzug »Produktplatzierung« bei Fernsehfilmen - oben rechts - zeigt an, dass dramaturgisch nicht notwendige Werbespots in die laufenden Bilder eingeblendet werden, ohne dass sie als solche sichtbar würden. Diese Werbung erscheint besonders gern bei Autofahrten, wenn der Stern, die Ringe, der Jaguar & Co. penetrant das Blickfeld kreuzen, einzig dazu da, sich über die prominenten Darsteller in den Köpfen der Zuschauer einzunisten. Das Ganze ist nichts anderes als Schleichwerbung, verstößt eigentlich gegen alle Gesetze (nur dass sich niemand daran stößt) und gerät in die gefährliche Nähe von Gehirnwäsche.

Die sozialen Medien überschwemmen mit raffinierteren Techniken tagtäglich den Markt, was immer nur dann kurz auffällt, wenn, wie im Fall des Skandals um Cambridge Analytica, die Weitergabe von Millionen Daten durch Facebook bekannt wird. Dessen Chef Mark Zuckerberg hat seinen kostenlosen Auftritt in allen Medien, räumt z...


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