Werbung

»Make Detroit great again« ohne Japan

Alexander Isele über die Freihandelsgespräche zwischen Japan und den USA

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Was haben die ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, George Bush, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama gemeinsam? Sie alle scheiterten darin, Japan zu einem bilateralen Handelsabkommen zu bewegen. Nun versucht sich Donald Trump daran, mit dem kaum verdeckten Ziel, Japans Premier Shinzo Abe zu einem Verkaufsmanager von Ford Motors zu degradieren (»Make Detroit great again«). Nur: Das pazifische Freihandelsabkommen TPP zwischen elf pazifischen Ländern und den USA, das Trump als erste Amtshandlung als Präsident verließ, war bereits geeignet, den japanischen Automarkt ebenso zu öffnen wie die abgeschottete Landwirtschaft - nun zeigt sich Japan unwillig, den bilateralen Erpressungsversuchen stattzugeben.

Anders als Südkorea, das am Montag ein neues Abkommen mit den USA geschlossen hat, ist Japan nicht auf eine Annäherung mit Nordkorea angewiesen - für die Präsident Moon Jae In die Rückendeckung Trumps braucht. Und die hohen Zölle, wie sie die USA gegen China aufziehen, werden auch nur bedingt Druck ausüben: Toyota, Nissan und Honda produzieren bereits Millionen von Autos in Tennessee, Alabama und anderen US-Staaten. Gleichzeitig lockt der chinesische Markt, der, anders als der amerikanische, auf Elektroautos setzt. Im Streit zwischen den USA und China kann Abe auf Zeit spielen - vielleicht wollen die USA irgendwann von alleine zurück ins TPP.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!