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  • Politik
  • Gewalt gegen Medienvertreter

Zeitungsjournalist in Sachsen-Anhalt niedergestochen

Einer der Angreifer soll Hitlergruß gezeigt haben / Zunahme von Gewalt gegen Medienvertreter

  • Lesedauer: 2 Min.

Naumburg. Im sachsen-anhaltischen Naumburg ist ein freier Mitarbeiter der Lokalzeitung angegriffen und durch einen Messerstich in den Bauch verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Lokalausgabe »Naumburger Tagblatt« der in Halle/Saale erscheinenden »Mitteldeutschen Zeitung« bereits am Freitagabend.

Das Opfer sei freier Mitarbeiter der Zeitung. Ob der Angriff im Zusammenhang mit der journalistischen Tätigkeit des Mannes steht, geht aus dem Bericht der »Mitteldeutschen Zeitung« nicht hervor.

Nach der dortigen Darstellung wollte der 59-Jährige nach einem Einkauf im Supermarkt in sein Auto steigen, als er von drei Jugendlichen bespuckt und mit obszönen Gesten beleidigt worden sein soll. Als er das Trio zur Rede stellen wollte, habe er einen Schlag in den Bauch erhalten, ein anderer Jugendlicher habe den Hitlergruß gezeigt.

Dass ein Messer im Spiel war, habe er zunächst nicht bemerkt: »Erst später im Wagen habe ich gesehen, dass es am Bauch nass und alles rot ist. Zuhause habe ich dann die Polizei alarmiert.« Der Mann liege jetzt im Krankenhaus, Organe seien aber glücklicherweise nicht getroffen worden.

Die Ermittlungen der Polizei laufen derzeit noch, die Täter konnten bislang noch nicht identifiziert werden, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Neben gefährlicher Körperverletzung werde auch wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt. Zuständig ist der Staatsschutz.

Die Organisation »Reporter ohne Grenzen« rechnet damit, dass die Zahl gewalttätiger Angriffe auf Medienvertreter 2018 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen ist. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit gab es in Deutschland bis Mitte September bereits 22 tätliche Übergriffe auf Journalisten. epd/nd

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