Werbung

Historische Lok bleibt im Rhein versunken

Geplante Bergung abgesagt - der 15-Tonnen-Koloss liegt nicht an der vermuteten Stelle im Flussbett

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Germersheim. Die geplante Bergung der mit 166 Jahren wohl ältesten Dampflok Deutschlands aus dem Rhein ist den Organisatoren zufolge gescheitert. Die historische Lokomotive liege nicht an der vermuteten Stelle bei Germersheim (Rheinland-Pfalz), teilte Wolfhard Neu vom Bergungsunternehmen OHF am Dienstag nach großflächiger Suche mit. Die Lokomotive »Der Rhein« aus Karlsruhe war 1852 während eines Sturms vom Transportschiff gefallen, im Kiesbett versunken und in Vergessenheit geraten. In den vergangenen Jahren hatte sich ein Projektteam die Bergung der Lok zur Aufgabe gemacht.

Die Forscher hielten es auf Grundlage magnetsensorischer Messungen und neuer Archivfunde für wahrscheinlich, das sechs Meter lange und 15 Tonnen schwere Stahlross bei Germersheim entdeckt zu haben, und planten die Bergung für den 21. Oktober. Arbeiter hätten in den vergangenen Tagen im Rhein aber erfolglos eine Fläche von mehr als 450 Quadratmetern bis zu einer Tiefe von neun Metern ausgebaggert, hieß es. »Ich bin bestürzt und ratlos«, sagte der Geophysiker Bernhard Forkmann. »Ich kann mir nicht erklären, welche Anomalie wir bei unseren jahrelangen, wiederholten Messarbeiten ausgemacht haben.«

»Heute ist unser Lebenstraum geplatzt«, erklärten Forkmanns Kollegen bei dem Projekt, Museumsleiter Uwe Breitmeier von der Eisenbahnwelt Darmstadt-Kranichstein und Lokführer Horst Müller aus Cochem. Nach fast 30 Jahren Suche sei man sicher gewesen, die Lokomotive gefunden zu haben.

Bei dem Gefährt soll es sich um die älteste noch existierende und im Original erhaltene Dampflok Deutschlands handeln. Das bisher älteste Exemplar »Nordgau« (Baujahr 1853) steht im DB Museum Nürnberg. Das Geld für das Bergungsvorgaben kam weitgehend von Sponsoren. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken