Alles was uns fehlt ...

... ist die Solidarität. Doch warum eigentlich? An Reden über sie mangelt es schließlich kaum.

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Suchmaschinenbefragung. Wer »Google-News« zu Rate zieht, kann den Eindruck gewinnen, es läge etwas in der Luft. Solidarität, wohin man nur blickt. Ein kleiner Ausschnitt aus den Verlautbarungen der vergangenen Tage: »Solidarität in der EU«, fordert Jean-Claude Juncker. Für »Solidarität statt Heimat« spricht sich ein linker Aufruf aus, den 17 000 Menschen unterschrieben haben. »Solidarität, endlich«, betitelt die »Zeit« einen Text über das Chemnitzer Konzert gegen Rechts. Peter Steudtner wirbt am Tag des Berlin-Marathons für Solidarität mit den Gefangenen in der Türkei. Ein Regionalblatt nennt den neuen »Fairkauf-Laden« der Caritas in Aalen »Laden der Solidarität«. »Solidarität muss Vorfahrt haben« (es geht um Organspenden), »Militärische Solidarität« (es geht um Idlib/Syrien). Die Stadt Strausberg beschließt, zur Demonstration ihrer »Solidarität mit den im Einsatz befindlichen Bundeswehrsoldaten« gelbe Schleifchen an exponierten Stelle...


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