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Küstenwache unter Beobachtung

Zivilgesellschaft startet in Ägais und zentralem Mittelmeer neue Einsätze

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Berlin. Zivilgesellschaftliche Organisationen starten sowohl in der Ägais als auch im zentralen Mittelmeer Beobachtungsmissionen, um das Vorgehen staatlicher Behörden zu dokumentieren. In der Ägais segelt seit Kurzem das Team des Projektes »Mare Liberum« mit einem Schiff. »Beobachtungen zufolge drängt die griechische Küstenwache Flüchtlingsboote aus dem EU-Raum in den türkischen Raum und verstößt damit gegen das sogenannte Pushbackverbot der UN-Menschenrechts-Charta«, sagt Roman Kutzowitz von »Mare Liberum« gegenüber »nd«. Auch die türkische Küstenwache fahre in EU-Gewässer und hole die Geflüchteten zurück. »Unser Ziel ist es, diese Rechtsverstöße zu dokumentieren und öffentlich zu machen«, so Kutzowitz. Im Notfall könne man auch Rettungen durchführen.

Zudem ist das zivilgesellschaftliche Schiff »Mare Jonio« seit Donnerstag unterwegs zur libyschen Küste. Man wolle aber nicht mehr selbst retten, sondern Flüchtlingsboote in Seenot ausfindig machen, erklärten die Organisatoren. nd Seite 4

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