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Ach, Helene ...

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: 1 Min.

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Als sie am Fenster stand und einen riesigen Clown vorbeischweben sah, glaubte sie tatsächlich für Momente, dass sich etwas ändern könnte. Zum Besseren? »Der jüngste Tag, denkt sie.« Das Clownsgesicht wurde als Kulisse für »Ferdi Müllers Riesenschiffschaukel« zur Maimesse gefahren. Dass sie dorthin gehen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Sie muss ja sogar den Kopfsalat vor ihrem Mann verstecken, weil Karl verboten hat, solches Grünzeug zu kaufen. Aber am Abend wird sie den Salat putzen und eine Raupe finden, während Karl ...

Nein, das Ende der Geschichte, die uns Steffen Herbold erzählt, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: »Die stramme Helene« ist mit Wilhelm Buschs »Frommer Helene« nicht zu verwechseln. Martin Burkhardt hat sie gezeichnet, diese Arbeiterfrau aus Köln um 1965, im Radio hört sie vom Attentat auf den Schah von Persien, in der Ferne kratzt ein Starfighter am Himmel entlang. Wenn sie auf die Straße geht, trägt sie eine Sonnenbrille »wegen der Veilchen« - aber nicht mehr lang. (Kunstanstifter Verlag, 40 S., geb., 24 €).

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