Werbung

Gefühlte Bedrohungen in Nordostasien

Alexander Isele über die vierte Reise des US-Außenministers nach Nordkorea

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es gibt ein Thema, bei dem sind sich Nord- und Südkorea einig: Beide werfen Japan vor, sich seiner brutalen Kolonialgeschichte nicht zu stellen. Die japanische Ankündigung, bei einer internationalen Flottenparade auch die »Flagge der aufgehenden Sonne« zu hissen, ist für Seoul ebenso wie für Pjöngjang ein Provokation - wegen der sie sich in Tokio formell beschwerten. Die Flagge ist ein Symbol japanischer Angriffe und der brutalen Kolonialherrschaft des Landes auf der Halbinsel zwischen 1910 und 1945.

Vor seinem vierten Besuch in Nordkorea in diesem Jahr legte US-Außenminister Mike Pompeo einen Zwischenstopp in Tokio ein, danach ging es weiter nach Seoul, am Montag wird er in Peking erwartet. Ein langes Wochenende reicht, um die verschiedenen Standpunkte der unterschiedlichen Konflikte in Nordostasien abzuklappern. Alle eint, dass sie sich bedroht fühlen: Japan von Nordkorea und China, Südkorea von Nordkorea, Japan und China, Nordkorea von den USA, Japan und Südkorea, China von den USA und deren Verbündeten Japan und Südkorea. Und Russland gibt es auch noch.

Bisher versuchten alle Beteiligten, sich durch Aufrüstung mit Angriffs- und Verteidigungswaffen (was immer solche auch sein mögen) zu schützen. Der Erfolg: mäßig. Die wahrgenommene Bedrohungslage bleibt bei allen hoch. Sicherheit wird eben nicht durch endloses Aufrüsten erreicht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen