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Klimaschutz ohne Plan B

Kurt Stenger über Folgerungen aus dem IPCC-Bericht

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Eine gute Nachricht kann sich auch übel auswirken: Noch ist es möglich, den Klimawandel auf ein nicht ganz katastrophales Niveau zu begrenzen, meint der Weltklimarat IPCC. Vorausgesetzt, dass in den kommenden Jahren der Schalter umgelegt und der Übergang in eine CO2-neutrale Wirtschaftsweise vollzogen wird.

Was den Entscheidungsträgern Dampf machen soll, könnte allerdings das Gegenteil bewirken. Bei den Regierungen, die ja nur bis zur nächsten Wahl denken, kommt die Botschaft rüber: Es ist noch Zeit. So war es die ganzen Jahre, seit Klimaschutz weit oben auf der Agenda steht. Der neue IPCC-Sonderbericht könnte das Problem noch verschärfen: Erstmals legt die Wissenschaftlerzunft nahe, dass man ja gar nicht unbedingt die Emissionen drastisch mindern muss. Man könnte als Plan B theoretisch CO2 später mittels Geoengineering wieder »einfangen«.

Solche Techniken bergen zu große Risiken, als dass man sich beim Kampf gegen die Erderwärmung auf sie verlassen könnte. Diesmal könnten die Physiker und Meteorologen von den viel gescholtenen Ökonomen lernen. Der frischgebackene Nobelpreisträger William Nordhaus gilt als Erfinder des CO2-Preises: Mittels monetären Drucks werden die Marktakteure dazu gebracht, ihre Emissionen stark zu senken. Das wäre einfach, gerecht, global umsetzbar. Es ist nicht das Allheilmittel, könnte aber mit dafür sorgen, dass die gute Nachricht des IPCC zum Fanal der Hoffnung wird.

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