Werbung

Papst prangert Abtreibungen als Auftragsmorde an

Zuvor hatte Franziskus bereits Schwangerschaftsabbrüche von Föten mit Behinderungen mit dem Euthanasieprogramm der NS-Diktatur verglichen

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rom. Papst Franziskus hat Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen. »Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen«, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. »Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?«, fragte er die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen.

In seiner Predigt befasste sich Franziskus zunächst mit dem biblischen Gebot, nicht zu töten. Er prangerte die »Abwertung menschlichen Lebens« durch Kriege, Ausbeutung und Ausgrenzung an. Dann fügte der 81-Jährige noch seine Gedanken zum Thema Abtreibung hinzu: »Aber wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben beseitigt, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein?«

Eine Schwangerschaft »im Namen des Schutzes anderer Rechte« abzubrechen sei »wie jemanden zu beseitigen«, sagte der Papst. »Ist es richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?« »Gewalt und Zurückweisung des Lebens« hätten eine gemeinsame Quelle: »Angst«.

Insbesondere prangerte der Papst die angeblichen Ratschläge von Ärzten zur Abtreibung behinderter Kinder an. Eltern, die ein behindertes Kind erwarteten, werde häufig »voreilig« zu einer Abtreibung geraten, sagte der Papst in der Generalaudienz. »Ein behindertes Kind ist wie jeder Bedürftige auf der Welt, wie ein alter Mensch, der Hilfe benötigt, wie so viele Arme, die kaum über die Runden kommen«, sagte Franziskus. Er verglich die Geburt eines behinderten Kindes mit einem »Gottesgeschenk«, das es den Eltern ermögliche, die »Selbstbezogenheit« hinter sich zu lassen.

Bereits im Juni hatte sich der 81-Jährige harsch zu Schwangerschaftsabbrüchen geäußert. Er verglich die Abtreibung von Föten, die Behinderungen aufwiesen, mit dem Euthanasieprogramm der NS-Diktatur.

Abtreibung ist in der katholischen Kirche tabu und eine Sünde. Auch künstliche Befruchtung ist verboten. In Franziskus' Heimatland Argentinien war im August ein Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen gescheitert - nicht zuletzt wegen des massiven Widerstands der katholischen Kirche. Franziskus hatte die Bischöfe des Landes in einem Brief aufgefordert, »Leben und Gerechtigkeit« zu verteidigen. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen