»Unsere Arbeit ist schwerer geworden«

Der Vorsitzende von »UnserVeto« über das Spannungsfeld zwischen engagierter Zivilgesellschaft und restriktiver Flüchtlingspolitik in Bayern

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Sie sind Vorsitzender des Bayerischen Landesverbandes von »UnserVeto« und als Flüchtlingshelfer aktiv. Wie ist zurzeit in Bayern die Lage für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer?

Sehr unterschiedlich. Einerseits sind in Bayern die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer besonders aktiv. Vielleicht ist bei uns der Druck auch am größten. Wir haben eine sehr aktive Zivilgesellschaft, das sieht man ja auch an den jüngsten Großdemonstrationen mit bis zu 50 000 Menschen. Auf der anderen Seite haben wir natürlich besondere Probleme, weil die Flüchtlingspolitik besonders restriktiv ist.

Was bedeutet das für Ihre Arbeit?

Die Helferkreise haben zunehmend Schwierigkeiten, Mitglieder zu finden. Auf dem Land sind uns fast die Initiativen ausgegangen, weil immer mehr Helfer gesehen haben, es reicht nicht, vor Ort gute Arbeit zu machen, man muss politisch werden. Und das ist auch das Grundkonzept von »UnserVeto«, wir wollen den Flüchtlingshelfern...

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