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»Bald wieder auf dem Platz«

22 Verdächtige im belgischen Fußballskandal

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Brüssel. Die Staatsanwaltschaft in Brüssel ermittelt im Zuge des massiven Korruptionsskandals im belgischen Fußball gegen insgesamt 22 Verdächtige, darunter ein Top-Schiedsrichter. Der verantwortliche Richter sprach am Donnerstag zudem zwei internationale Haftbefehle aus.

Am Donnerstag sollte unter anderem Ivan Leko, Trainer des belgischen Meisters FC Brügge, dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Das bestätigte sein Anwalt Walter Van Steenbrugge. Er kündigte an, dass sein Mandant »schon bald wieder auf dem Fußballplatz zu sehen sein wird«. Der Brügge-Coach musste die Nacht zum Donnerstag im Gefängnis verbringen. Auch Mogi Bayat, der als Spielerberater der mutmaßliche Strippenzieher der kriminellen Machenschaften sein soll, und sein Kollege Dejan Veljkovic sollten am Donnerstag ausführlich verhört werden. Dabei geht es um den Verdacht auf Finanzbetrug bei Spielertransfers und Spielmanipulationen bei Vereinen der ersten belgischen Liga.

Am Mittwoch hatte es eine groß angelegte Razzia gegeben, bei der 44 Durchsuchungen im ganzen Land durchgeführt wurden und zahlreiches Beweismaterial sichergestellt wurde. Dabei wurden auch Räumlichkeiten von zehn Erstligaklubs zwecks Beweissicherung ins Visier genommen. Dazu zählten der FC Brügge, Rekordmeister RSC Anderlecht, Standard Lüttich und Royal Antwerpen. Insgesamt waren 184 Polizisten in Belgien und 36 Beamte im Ausland an den Durchsuchungen beteiligt. Der belgische Justizminister Koen Geens hatte betont: »Die Spielabsprachen untergraben die Integrität des Sports. Die Justiz arbeitet an einem fairen Sport.«

Die Ermittlungen waren im Übrigen durch eine Klage des KVC Westerlo, der Ende der Saison 2016/17 abgestiegen war, ins Rollen gekommen. Es ging um den Verdacht, dass die Partie zwischen Kortrijk und Mouscron möglicherweise verschoben gewesen sei. Mouscron musste das Auswärtsspiel in Kortrijk gewinnen - und holte tatsächlich den Sieg. Klienten von Bayat standen sowohl bei Kortrijk als auch bei Mouscron unter Vertrag. SID/nd

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