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Greifswald ist besonders gefragt

Mecklenburg-Vorpommerns größere Städte wachsen - Mietenanstieg befürchtet

  • Von Iris Leithold, Schwerin
  • Lesedauer: 2 Min.

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Schwerin. Die großen Städte Mecklenburg-Vorpommerns erfreuen sich trotz teilweise bestehender Wohnraumknappheit immer größerer Beliebtheit. Den stärksten Zuwachs verzeichnete im vergangenen Jahr Greifswald, das um 901 Einwohner oder 1,5 Prozent auf 58 886 zulegte. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin veröffentlichte.

Rostock wuchs demnach um 896 auf 208 409 Einwohner, Schwerin um 129 auf 95 797 Personen. Auch Neubrandenburg legte den Angaben zufolge um 465 auf 64 259 Einwohner zu, Stralsund um 416 auf 59 517. Der Zuzug könnte den Druck auf den Mietmarkt mancherorts verstärken - in Rostock und Greifswald gilt seit dem 1. Oktober bereits die Mietpreisbremse.

In der Rostocker Innenstadt beträgt die Vergleichsmiete für eine 60 bis 75 Quadratmeter große Wohnung, gebaut zwischen 1991 und 2008, im Mittel 8,52 Euro kalt pro Quadratmeter. In einem Gebäude, das nach 2009 gebaut wurde, sind im Mittel 9,80 Euro fällig. In Greifswald weist der Mietspiegel für eine 50 bis 65 Quadratmeter große Wohnung der mittleren Wohnwertklasse 2, gebaut zwischen 1991 und 2001, im Mittel 6,33 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter aus.

Alle Regionen des Landes hatten mehr Zu- als Abwanderung, wie aus den Daten hervorgeht. Allerdings überwog flächendeckend die Zahl der Todesfälle die der Geburten, die Zuzügler konnten diesen Verlust nicht überall ausgleichen. So wuchsen die Landkreise Rostock, Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Rügen leicht, während Vorpommern-Greifswald, Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte Einwohner verloren.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schrumpfte die Bevölkerungszahl mit minus 1242 am stärksten. Besonders stark verlor dort zum Beispiel die Stadt Stavenhagen: Ihre Einwohnerzahl sank um 361 oder 5,9 Prozent auf 5766. Der Grund ist jedoch ein besonderer: Im vergangenen Jahr wurde die Flüchtlingsunterkunft in Stavenhagen-Basepohl geschlossen, sagte Hauptamtsleiter Joachim Demske. Ansonsten sei die Bevölkerungszahl in der Reuterstadt stabil.

Mecklenburg-Vorpommerns Bevölkerung insgesamt ist im vergangenen Jahr leicht um 445 Einwohner gewachsen. Ende 2017 lebten im Land 1 611 119 Menschen - 794 873 Männer und Jungen sowie 816 246 Frauen und Mädchen. Die leichte Bevölkerungszunahme basierte auf einem Wanderungsgewinn, der den Sterbeüberschuss knapp überstieg. Es zogen 8120 Menschen mehr nach Mecklenburg-Vorpommern als das Land verließen. Der Wanderungsgewinn resultierte etwa je zur Hälfte aus Zuzügen aus anderen Bundesländern sowie aus dem Ausland. Anfang der 1990er Jahre lebten noch rund 1,8 Millionen Menschen im Nordosten. dpa/nd

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