Werbung

Bund soll Kampfmittelbeseitigung weiter zahlen

Im kommenden Jahr laufen Zuschüsse für die Bombenentschärfung aus Berlin aus

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Entschärfung von Fliegerbomben ist aufwendig und teuer.
Die Entschärfung von Fliegerbomben ist aufwendig und teuer.

Für die Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg fordert Brandenburg weitere Unterstützung vom Bund. Für den Zeitraum von 2016 bis 2019 seien erstmals 60 Millionen Euro im Haushalt eingestellt worden. »Es ist nun an der Zeit, diese Mittel zu verstetigen«, sagte der brandenburgische Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke (SPD). Bislang seien die Mittel bis zum Jahr 2019 befristet.

Erstmals war es 2016 gelungen, eine finanzielle Beteiligung des Bundes an der Beseitigung alliierter Weltkriegsmunition zu erreichen. Bis dahin war der Bund nur für die Kosten der Kampfmittelbeseitigung auf bundeseigenen Liegenschaften und von sogenannter reichseigener Munition aufgekommen. Besonders im Land Brandenburg sei der Bedarf nach Beseitigung von Kampfmitteln hoch, sagte der ebenfalls brandenburgische Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD). Allein in Oranienburg werden immer noch 300 Blindgänger im Erdreich vermutet. Die Stadt ist bundesweit bekannt, weil dort konzentriert Bomben mit chemischen Langzeitzündern abgeworfen wurden.

Den größten Anteil an munitionsbelasteten Flächen bundesweit hat nach Angaben des Innenministeriums das Land Brandenburg. So werden auf rund 350 000 Hektar zivil genutzter Fläche Kampfmittel vermutet. Betroffen sind neben Oranienburg auch Potsdam und das östliche Grenzgebiet entlang der Oder-Neiße-Linie.

Im gesamten Land Brandenburg wurden nach der letzten Statistik aus dem Jahr 2017 rund 240 Tonnen Kampfmittel gefunden und vernichtet. Das Land gab dafür insgesamt 10,5 Millionen Euro aus. Während der Entschärfung mussten teilweise Tausende Menschen ihre Häuser verlassen, so geschehen erst am Mittwoch bei einer Bombenentschärfung in Potsdam. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen