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Ach du Shrek: Bayern ergrünt

CSU runter, Grüne hoch: Die Landtagswahl wird den Freistaat erschüttern

  • Lesedauer: 2 Min.

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Ahnte 2014 nicht, was ihm vier Jahre später blühen dürfte: der heutige Regierungschef Markus Söder als grüner Kumpel Shrek
Ahnte 2014 nicht, was ihm vier Jahre später blühen dürfte: der heutige Regierungschef Markus Söder als grüner Kumpel Shrek

Berlin. An diesem Sonntag könnte das Alpenvorland beben, zumindest politisch. Die jahrzehntelange Freistaatspartei läuft akut Gefahr, ihr grünes Wunder zu erleben. Denn allen Umfragen zufolge wird die CSU bei der bayerischen Landtagswahl so schlecht abschneiden wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Prognostizierte 33 Prozent - das wäre für die CSU eine historische Pleite. Die sie sich redlich verdient hat; schließlich schlugen ihre Spitzenleute die Wähler mit einem aggressiven Kurs gegen die Bundeskanzlerin und deren Migrationspolitik sowie mit internen Rangeleien massenweise in die Flucht.

In der Summe kommen die CSU-Flüchtlinge vor allem bei den Grünen an. Von einer Alleinregierung ist die CSU meilenweit entfernt; selbst ein Zweierbündnis stünde einzig mit den Grünen in Aussicht. Die formulieren inzwischen ihre Bedingungen: Schluss mit antieuropäischer Politik und dicht gemachten Grenzen, Verzicht auf eine neue Startbahn auf dem Münchner Flughafen, Abschaffung der Grenzpolizei, Entschärfung des Polizeigesetzes. Was das wert ist, muss sich erst noch zeigen. Die Grünen waren im letzten Jahr schon einmal fest entschlossen, mit der CSU zu regieren - in einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene.

Für die CSU lauert an diesem Wochenende noch ein ganz anderes Shrek-Gespenst: eine bayerische Landesregierung ganz ohne CSU, bestehend aus Grünen, geschrumpfter SPD, Freien Wählern und FDP. Diese zunächst vage Möglichkeit hängt auch davon ab, ob die LINKE diesmal den Einzug in den Münchner Landtag schafft. So oder so - ein Großteil der CSUler sähe dann nicht grün, sondern rot. Eine schöne Vorstellung jedenfalls: die CSU gemeinsam mit der AfD, deren Wahlerfolg sie mit einem Rechtsruck verhindern wollte, auf den Oppositionsbänken. wh

Seiten 2 und 3

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