Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Das Ende der Schockstarre

Nelli Tügel über die »Unteilbar«-Demonstration am Wochenende

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 1 Min.

»Unteilbar« hat alle Erwartungen übertroffen. Nun ist klar: Die durch den Aufstieg der AfD ausgelöste Schockstarre in Teilen der Gesellschaft hat sich gelöst. Das ist nicht zu verwechseln mit einem gesellschaftlichen Stimmungsumschwung. An der existierenden Polarisierung ändern die 240.000 vorerst nichts; die Rechten werden auch am Montag noch die öffentliche Debatte bestimmen. Der Kampf um die Köpfe und die Straßen ist noch längst nicht ausgefochten. Aber: Jener Pol, der sich von der AfD bedroht und bedrängt sieht, hat seine Stimme wiedergefunden. Endlich.

Dass dieser Pol äußerst divers ist, wurde ebenfalls sichtbar. Die von kleinen, aber wirkmächtigen Teilen der LINKEN in den vergangenen Tagen betriebene politsektenartige Exegese des Aufruftextes (und der Unterstützerliste) konnte glücklicherweise Menschen, die in realen Kämpfen für die Verbesserung ihrer sozialen Lage stecken, nicht davon abhalten, deutliche Präsenz zu zeigen. Wie die Ryanair-Kollegen, die bei der Auftaktkundgebung eine Rede hielten - ein Beispiel dafür, dass der gute antirassistische Minimalkonsens von »Unteilbar« vielfach auch mit eigenen Anliegen verbunden wurde. Die Frage ist: Was folgt nun? Darüber ins Gespräch zu kommen, wird Aufgabe für die nächsten Wochen sein. Wie gesagt - noch ist nichts gewonnen. Doch 240 000 Menschen sind in den Ring gestiegen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln