Werbung

Längst nicht ausgefördert

Simon Poelchau über die gesunkene Ökostromumlage

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zum Jahresende wird die sogenannte EEG-Umlage, mit der die Kosten für die Förderung von Ökostromanlagen auf die Verbraucher umgelegt werden, zum zweiten Mal in Folge sinken. Ein Grund sind neben steigenden Strompreisen und einem prall gefüllten Reservekonto die fallenden Kosten für Ökostrom. Doch wer glaubt, dass ab jetzt die Energiewende quasi zum Nulltarif zu haben ist, der irrt.

Die Erneuerbaren sind längst nicht ausgefördert. Denn die Energiewende ist noch lange nicht geschafft. So rechnete das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jüngst vor, dass die Emissionen aus der Kohleverstromung bis 2030 um rund 60 bis 85 Prozent sinken müssen, will Deutschland zumindest seine eigenen Klimaziele nicht reißen. Dies bedeutet, dass die Erneuerbaren in den kommenden zwölf Jahren fit gemacht werden müssen, diese Lücke in der Stromerzeugung zu schließen. De facto wäre dies eine Verdopplung des Anteils der regenerativen Energiequellen am Strommix. Derzeit beträgt dieser rund ein Drittel.

Damit dies gelingt, wird man in Zukunft vor allem die Integration der Erneuerbaren in ein neues, flexibleres Stromnetz fördern müssen. Das wird machbar sein, die dafür nötigen Technologien stehen bereits zur Verfügung. Und egal wie teuer dies wird, es wird sich auszahlen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen