Werbung

Drama am Ende der Welt

Für Christian Klemm ist die Flüchtlingspolitik in Australien nicht hinnehmbar

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Fragt man Erika Mustermann, was ihr zuerst in den Sinn kommt, wenn sie an Australien denkt, dann wird sie vermutlich sagen: die schönsten Tauch- und Surfspots der Erde. Dass die Regierung auf dem Fünften Kontinent eine restriktive Migrationspolitik fährt, von der sich selbst die »Festung Europa« noch etwas abgucken könnte, wissen dagegen nur die wenigsten. Und diese Politik hat Folgen: Seit Jahren hat kein Bootsflüchtling Asyl in Down Under erhalten. Australien, eine Nation aus Einwanderern, macht die Schotten dicht.

Um die Flüchtlingsboote aufzuhalten, geht die australische Marine auf Menschenjagd. Wird sie fündig, wird nicht lange gefackelt: Entweder die Menschen werden zurückgeschickt. Oder sie landen in Lagern auf Nauru oder in Papua Neuguinea, fernab vom australischen Festland. Vor allem für Kinder ist die Situation kaum auszuhalten: Nicht wenige der 100 Minderjährigen aus einem Lager auf Nauru stehen vor dem psychischen Kollaps, wie in einer Petition des australischen Ärzteverbandes zu lesen ist.

Ein Einlenken der Regierung in Canberra ist also höchste Eisenbahn. Falls das ausbleibt, sollten sich Erika Mustermann ernsthaft Gedanken machen, ob sie es tatsächlich mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens zu erkunden. Schließlich spielt sich Kilometer weiter ein menschliches Drama ab.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen