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Vom Wettbewerb zur Konkurrenz

Ehemalige ostdeutsche Unternehmensdirektoren berichten von ihren Erfahrungen aus der Zeit vor und nach der Wende

  • Von Hubert Thielicke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Wettbewerb als Streben nach höheren Leistungen sei eigentlich so alt wie die Menschheit, meint Christa Bertag, ehemalige Generaldirektorin des VEB Kosmetik-Kombinat Berlin. Er sei aber im gesellschaftlichen Umfeld zu sehen und werde durch die Eigentumsverhältnisse bestimmt. Gehe es im Kapitalismus um Profitmaximierung, hätte unter sozialistischen Verhältnissen das Gemeinwohl im Vordergrund gestanden. Lohnformen und Prämien waren darauf ausgelegt, Leistung zu stimulieren. Allerdings, so die Kombinatsdirektorin, hätte der sozialistische Wettbewerb vor allem in den 1980er Jahren immer mehr dazu gedient, Mängel der Planwirtschaft zu kaschieren.

»In der DDR sind die Menschen mit dem Wettbewerbsgedanken groß geworden. Bereits im Kindergarten ist man erzogen worden, sein Bestes zu geben«, sagt Wieland Zeppan, ab 1983 Betriebsleiter des Konsum-Seifenwerks Riesa und nach der Wende Geschäftsführer des privatisierten Unternehmens. Verbes...


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