Gold für alle

Der Berliner Akademiepräsident Martin Grötschel plädiert für eine Revolution im wissenschaftlichen Publizieren: Was öffentlich finanziert wird, muss auch allen kostenfrei zugänglich gemacht werden.

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 9.5 Min.
Offener Zugang zum Wissen – was moderne Bibliotheksarchitektur symbolisieren soll, würde mit Open-Access-Veröffentlichungen etwas realer.

Herr Grötschel, Sie haben in Ihrer langen wissenschaftlichen Karriere natürlich selbst in großen Wissenschaftsverlagen wie Elsevier publiziert. Was ist aus Sicht der Forschenden der Vorteil an diesem oder an einem ähnlichen Verlag?

Der Vorteil ist damals wie heute die Qualitätssicherheit. Also zu wissen, dass meine Forschungen dort von sachkundigen Gutachtern mit Sorgfalt geprüft werden, bevor man sie veröffentlicht. Mein Fach zum Beispiel, die Mathematik, ist ja nicht nur für Sie vielleicht schwierig, sondern noch immer auch für mich. Wenn also ein Papier diese Prüfungen besteht, dann kann man davon ausgehen, dass darin keine fundamentalen Fehler enthalten sind, die bekannte Literatur berücksichtigt wurde und etwas Neues präsentiert wird. Und wenn ich mich mit den Arbeiten anderer befasse - in der Mathematik kann es Tage dauern, so ein Papier wirklich zu verstehen - dann kann ich sicher sein, dass sich diese Mühe für mich auch lo...

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