Werbung

Katzbuckelei

René Heilig vermisst Berliner Konsequenzen im Fall Khashoggi

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Solange wir nicht wissen, was da geschehen ist, gibt es keine Grundlage, auf der positive Entscheidungen für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien zu treffen sind.« So sprach Außenminister Heiko Maas (SPD) am Samstagabend und forderte gemeinsam mit der Kanzlerin »Transparenz im Hinblick auf die Todesumstände und die Hintergründe« im Fall Khashoggi.

Inzwischen weiß man, wie von Riad ausgesandte Schergen den regimekritischen Journalisten umbrachten. Was unternimmt Berlin? Stoppt die Regierung alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien? Ruft man den deutschen Botschafter zurück und weist - wie im Fall des von Russland angeblich vergifteten Doppelagenten Skripal - Diplomaten aus?

Das und mehr hätte bereits lange vor der Ermordung von Khashoggi geschehen müssen. Spätestens nachdem UN-Generalsekretär Guterres im April erklärte, dass der Krieg, den Saudi-Arabien in Jemen führt, zur »weltweit schlimmsten humanitären Krise« geführt hat.

Doch statt endlich mal Rückgrat zu beweisen, katzbuckelte Maas jüngst bei der UNO vor den saudischen Machthabern. Er wollte so vergessen machen, dass sein Vorgänger im Außenamt, Sigmar Gabriel, den Saudis in seltener Deutlichkeit »politisches Abenteurertum« vorgeworfen hatte, das eine »brandgefährliche Entwicklung« beschleunige. Maas hofierte die Brandstiftern dabei so heftig, dass eine Einladung herauskam, um »eine neue Phase enger Kooperation in allen Bereichen zum Wohle unserer beiden Länder und Völker« zu beginnen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!