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Krieg um ein Abflussrohr

Das Filmdrama »Der Affront«, eine Parabel über den Rassismus, hat die Kraft, Fanatiker eines Besseren zu belehren

  • Von Gabriele Summen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Vorabeiter Yasser (gewann bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis für den besten Darsteller: Kamel El Basha) will im Auftrag seiner Baufirma dem Mieter Toni (der Beiruter Komiker Adel Karam) dessen illegales Abflussrohr richten, durch das Wasser auf die Passanten läuft. Dieser will davon jedoch nichts wissen. Der Vorarbeiter lässt die Regenrinne dennoch reparieren, worauf der Mieter das neue Rohr hasserfüllt zertrümmert. Darauf nennt ihn der Vorarbeiter einen »Scheißkerl«. So beginnen eigentlich Komödien.

In dem im letzten Jahr zu Recht für den Auslandsoscar nominierten Film »Der Affront« des mutigen Filmemachers Ziad Doueiri (»The Attack«) fängt so aber eine parabelhafte Tragödie an - mit Einsprengseln von schwarzem Humor: Eine eigentlich harmlose Alltagssituation weitet sich beinahe zu einem Bürgerkrieg aus.

Denn Toni, der cholerische Mieter, ist nicht nur einer dieser extrem sturköpfigen männlichen Restexemplare, sondern auc...


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