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Tragödie war gestern

Der französische Film »Sorry Angel«: Ein Schriftsteller erkrankt im Paris der frühen 90er Jahre an AIDS

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Film, in dem über zwei Stunden lang pausenlos geredet wird, bedarf der Rechtfertigung. Die hat »Sorry Angel« von Christophe Honoré auch, aber - das ist der Kunstgriff, auf den man sich einlässt oder nicht - die vielen Worte, die gesprochen werden, umkreisen doch immer nur eine große Stille: den Tod.

Denn Honoré versetzt uns in das Paris des Jahres 1993. Jacques ist Schriftsteller, schwul und ständig unterwegs auf der Suche nach neuen Abenteuern. Er lebt von seiner Frau getrennt und teilt sich mit ihr das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn. Vor allem: Er ist HIV-positiv, und das zu einer Zeit, da es noch keine Aussicht gab, AIDS zu überleben. Viele seiner Freunde und Bekannten aus der Szene sind entweder krank oder bereits gestorben. Dennoch versucht Jacques das Leben zu feiern, solange er das noch kann.

Doch seine ruhelose Umtriebigkeit irritiert. Hat ein Schriftsteller, den drohenden Tod vor Augen, denn keine anderen Sorgen als im...


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