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Rote Sonne über Eimsbüttel

Links und unabhängig: Seit 40 Jahren hält der Buchladen Osterstraße in Hamburg an seinen Idealen fest

  • Von Volker Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein enger, fußkalter Kellerraum im Stadtteil Eimsbüttel im Jahr 1978: Subversive, Emanzen, Ökos, Friedensbewegte und Anti-AKW-Aktivisten, bei den Männern dominieren Bartträger. Sie alle feilschen um die morgendliche Öffnungszeit - und einigen sich schließlich auf 9 Uhr. Ist zwar früh, müsste aber zu schaffen sein. Zwei Jahre lang hatten die Gründermütter und -väter benötigt, um Kleinkredite zu besorgen und ein Konzept für eine linke, undogmatische Buchhandlung zu entwickeln, die auch als Kommunikationstreff im Viertel dienen sollte. Dann endlich konnte die latz- und jeansbehoste Kundschaft zwischen den damals schwer angesagten Lundia-Regalen aus Fichte in Werken blättern, die anderswo schwer zu haben waren - Bücher aus Verlagen, die Kollektiv, Amboß, Rote Sonne, Schwarze Presse oder Rotes Syndikat hießen.

Die Gründergeneration genießt mittlerweile den wohlverdienten Ruhestand, die aktuelle ist nicht weit davon entfernt. Seit 1996 ist T...


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