Auf den Spuren jüdischer Nachbarn im Kiez

Seit 25 Jahren gibt es die »Orte des Erinnerns« im Schöneberger Bayerischen Viertel

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bei einem Spaziergang durch das Bayerische Viertel in Schöneberg fallen sie sofort ins Auge: Die 80 Schilder im Format 50 mal 70 Zentimeter, die in einer Höhe von drei Metern über den Gehwegen an den Laternenmasten in den Straßenzügen rund um den Bayerischen Platz angebracht sind.

Seit nunmehr 25 Jahren erinnert die von den beiden Künstlern Renata Stih und Frieder Schnock konzipierte Denkmalinstallation schon an das Schicksal der ehemaligen jüdischen Anwohner im Bezirk. Diesen Jahrestag hatte der »Freundeskreis des dezentralen Denkmals Ort des Erinnerns im Bayerischen Viertel« am Sonntag zum Anlass für einen Jubiläumsspaziergang genommen.

»Die mit dem Denkmal beabsichtigte mahnende Erinnerung ist auch 80 Jahre nach den Novemberpogromen von 1938 immer noch und schon wieder notwendig«, sagte der Vorsitzende des Freundeskreises, Joachim Meencke. Insbesondere in einer Zeit, in der Antisem...

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