Werbung

Rechtsbündig

Uwe Kalbe über die Folgen der Landtagswahl in Hessen

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn das Ergebnis in Bayern vor zwei Wochen direkte Folge bundespolitischer Verwerfungen in den sogenannten Volksparteien war, wird Hessen zum letzten Auslöser bundespolitischer Konsequenzen für diese werden müssen. Alles andere hieße für SPD und Union, den eigenen Tod zu verschlafen. Auch wenn Volker Bouffier Ministerpräsident bleibt, wäre ein Weiter-so auch für die Union verhängnisvoll. Erst recht für die SPD.

Landespolitisch kann sich Schwarz-Grün in eine Jamaika-Koalition retten, wenn es zu eng wird. Doch Hinweise auf die Landesspezifik dieser Wahl waren Schutzbehauptungen verunsicherter Politiker. Spezifik zeigt sich allenfalls im Ergebnis der »Kleinen«. Etwa in dem der Linkspartei, die mit Recht darauf verweisen kann, dass sie unabhängig von bundespolitischen Verwehungen zulegte. Klare Gewinner der Wahl sind erneut die Grünen. Was ihnen deutlicher Hinweis sein dürfte, dass sie in einer Koalition mit den Schwarzen nicht viel falsch machen können, also kaum zu verlieren haben. Ob das ihre Freude an Mitte-links-Experimenten beflügelt, darf gerade für Hessen bezweifelt werden. Grüne Vorreiter landeten dort immer schon gern rechts. Die Chance für einen Gegenversuch scheint jedenfalls vorerst vertan.

Die SPD würde sich nicht lange zieren, so darf vermutet werden. Doch inzwischen ist der Verfall so weit gediehen, dass sie nicht einmal mehr zum Jagen getragen werden kann, wie das vor zehn Jahren noch gegangen wäre. Wer weiß, ob die Spitze in Berlin noch einen Schuss hört.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!