• Wissen
  • Novemberrevolution 1918

«Noch warst du’s nicht!»

Wie ein Proletarierjunge aus Barmen die Revolution erlebte.

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Der Kieler Matrosenaufstand 1918. Der Aufstand steht im Mittelpunkt der TV-Doku «Zehn Tage im November», die Ende Oktober bei Arte zu sehen war.

Du hast es gut«, seufzt Kurt, »du kannst nach Hause fahren.« Walter versucht den Freund zu trösten: »Pah! Zu welchem Preis! Ich habe höllische Schmerzen.« Er ist bei Vittorio Veneto, auf einem italienischen Kriegsschauplatz, verwundet worden. Natürlich freut er sich, dass es für ihn kurz vor Weihnachten 1917 heimwärts geht.

Walter wird in ein Lazarett in Jena eingewiesen, im piekfeinen Hotel »Kaiserhof«. Der Proletariersohn, aufgewachsen in den licht- und freudlosen Kasematten von Barmen (heute Wuppertal), ist früh politisiert. Sein Großvater, Sozialdemokrat, war mit Friedrich Engels befreundet, hatte als Färber in der Fabrik von dessen Vater gearbeitet. Als Kind prügelte sich Walter mit Bürgersöhnen, die ihm frech kamen, und attackierte Streikbrecher mit Eierbriketts. 1915 ist der Maurerlehrling rekrutiert worden. An der Ostfront robbte er zwei Jahre später mit einer Flasche Rum und Tabak zu den Russen, die ihn mit Wodka und Mach...

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