Heil- und Geilstätte Osten

Frank Castorf inszeniert Dostojewskis »Ein grüner Junge« am Schauspiel Köln

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Wer zu oft vom Leben spricht, hat nie gelebt. Bei den Russen - Tschechow, Dostojewski, Gorki - wird einzig und allein von Leben gesprochen. Gesprochen, geschrien, gebarmt, gepredigt, gewimmert, geflucht, geschwiegen, geflennt, gelallt. »Leben!« Das ewige Wanderwort von trockenem zu zitterndem, von geiferndem zu flehendem Mund. Leben! Der Urlaut, der etwas aufruft, das unerreichbar bleibt. Vielleicht hilft ja: Reichtum.

»Ein grüner Junge« am Schauspiel Köln. Leben, so kippt uns das Trio Frank Castorf, Fjodor Dostojewski und Alexandar Denic vor den Geist und ins Gemüt - es war noch nie dort, wo dem Menschen aufgetragen wurde zu leben. Immer ist dem Einzelnen, um erlöst darin existieren zu können, die Welt zu groß - aber seine eigene Welt zu eng. Das macht uns so arbeitsam, so wieselnd, so nervös, so traurig, so böse, das macht uns so elend beflissen. Immer suchen wir nach einem Kompromissverfahren zur Versöhnung unseres knappen kleinen A...

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