Werbung

Zum Nutzen aller?

Vanessa Fischer zur Debatte über den UN-Migrationspakt

  • Von Vanessa Fischer
  • Lesedauer: 1 Min.

Dass die verschwörungstheoretische Hetzkampagne gegen den UN-Migrationspakt von AfD und Co. über einen vermeintlichen groß angelegten »Bevölkerungsaustausch« nun schon in konservativen Kreisen Wirkung zeigt, ist bemerkenswert. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte eine Prüfung des Paktes gefordert - dabei widerspricht dieser inhaltlich gar nicht seinen Positionen: Unter dem schönen Gewand der Menschenrechte verbirgt sich letzten Endes ein neoliberales Konzept, das die Rekrutierung billiger Arbeitskräfte aus dem Globalen Süden steuern und gleichzeitig »nicht-nützliche Migration« durch effektiveren Grenzschutz und extensive Datenerhebung weiter eindämmen soll.

So wundert es nicht, dass in den 23 Zielen des Paktes nicht mehr viel von der in der Präambel genannten Bekämpfung aller »Formen der Diskriminierung, einschließlich Rassismus«, zu lesen ist. Rassismus schafft sich aber nicht mal eben so ab. Ein globaler Migrationsansatz, der Rassismus tatsächlich bekämpft und die Industriestaaten in Verantwortung nimmt, wäre allerdings wichtig. Sie profitieren von einem ungerechten Wirtschaftssystem, von der Ausbeutung des Globalen Südens, und sind an Ursachen für Flucht und Migration - durch Klimawandel und Kriege - maßgeblich beteiligt. Davon allerdings ist im UN-Migrationspakt nicht die Rede.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!