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Hauseinstürze in Marseille

»Schlaf-Händler« schlagen Profit aus verotteten Bauten

  • Von Ralf Klingsieck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Marseille, wo am Montag zwei Wohnhäuser eingestürzt sind, wurden bis Donnerstag sechs Tote aus den Trümmern geborgen. Von den drei Frauen und drei Männern konnten erst drei identifiziert werden. Das zeugt davon, dass in dem noch bewohnten der beiden benachbarten Häuser Menschen lebten, die keine Papiere hatten und daher auch nicht gemeldet waren. Das andere Haus, das zuerst einstürzte, war unbewohnt. »Türen und Fenster waren zugemauert, aber ein Teil des Daches fehlte und durch Regenwasser war ein Teil der Balken verrottet«, so die Bauaufsicht. Wegen seines katastrophalen Zustands war das Haus nach langjährigen bürokratischen und juristischen Verzögerungen enteignet und von der Stadt übernommen worden, um es für Sozialwohnungen zu sanieren.

Doch dann geschah lange nichts - bis zum Einsturz, der auch das Nachbarhaus und dessen Bewohner in die Tiefe riss. Noch während der ersten Räumarbeiten, bei denen nach mindestens acht Vermissten ...


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