Werbung

Ende der restriktiven Drogenpolitik

Alexander Isele über den Rücktritt von Jeff Sessions

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Jeff Sessions, US-Justizminister, während des täglichen Briefings im Brady Press Briefing Room des Weißen Hauses. Nur einen Tag nach den Kongresswahlen in den USA muss US-Justizminister Sessions seinen Posten in der Regierung von Präsident Trump räumen.
Jeff Sessions, US-Justizminister, während des täglichen Briefings im Brady Press Briefing Room des Weißen Hauses. Nur einen Tag nach den Kongresswahlen in den USA muss US-Justizminister Sessions seinen Posten in der Regierung von Präsident Trump räumen.

Der erzwungene Rücktritt von US-Justizminister Jeff Sessions erzeugt in den USA starke Gefühle. Neben den meisten Demokraten fürchtet auch so mancher prominente Republikaner einen Versuch von Präsident Donald Trump, die Ermittlungen von Robert Mueller in der Russland-Affäre einzuschränken. Trumps Anhänger hoffen auf genau das: Sie sehen in ihr eine Intrige, um ihrem geliebten Präsidenten zu schaden.

Auch bei einigen Anlegern dürfte der Rücktritt Sessions’ zu starken Gefühlswallungen geführt haben. Genauer: bei Aktieninhabern jener Firmen, die Marihuana anbauen. Während es im vergangenen Jahrzent eine Reihe von Liberalisierungen von Hanfprodukten gab - in Colorado sind Verkauf und Konsum legalisiert worden, in Kalifornien teilweise der Anbau, und unter Barack Obama wurde bundesweit der Besitz deutlich weniger strafrechtlich verfolgt -, galt Sessions als strikter Gegner dieses Trends. 2016 sagte er während einer Anhörung: »Gute Menschen rauchen kein Marihuana.« Die 55 Millionen US-Amerikaner, die im vergangenen Jahr mindestens einmal gekifft haben, können nun aufatmen und auf das Ende der restriktiven Drogenpolitik hoffen. Was für die einen Lifestyle ist, ist für andere ein Geschäft: Die Aktien von Firmen im Hanf-Business legten innerhalb weniger Stunden nach Sessions’ Rücktritt bis zu 30 Prozent zu.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen