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Auf der Nase herumgefahren

Kurt Stenger über den Umgang der Dieselautohersteller mit dem Staat

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

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Blick auf den Eingang zum Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.
Blick auf den Eingang zum Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

Falls Sie wissen wollen, wo Sie ihren alten Dieselstinker gegen eine üppige Umtauschprämie loswerden können, dann fragen Sie doch mal in Flensburg nach: Das Kraftfahrtbundesamt sammelt nicht nur Informationen über rücksichtslose Verkehrsrowdys und ist für Tests an neuen Automodellen verantwortlich, sondern wirbt nun auch für den Neukauf. Selbst die Hotlines der deutschen Hersteller hat die dem Verkehrsministerium unterstehende Behörde in einem Schreiben den Dieselautobesitzern gesteckt. Die ausländischen Autobauer sind natürlich stinksauer, dass sie nicht genannt werden: Ihre deutschen Konkurrenten haben mit ihren Betrügereien den Dieselskandal ins Rollen gebracht - und nun sollen sie von der Flottenerneuerung profitieren. Die Flensburger Losung lautet: Verschrottung eines Stinker-Audis gegen Kauf eines neuen Audis - und nicht eines Toyotas, Volvos oder Kias.

Ist das der Lohn für die Weigerung von VW, Daimler und BMW, endlich ihre alten Diesel auf eigene Kosten so nachzurüsten, dass sie die Stadtluft nicht ganz verpesten? Das wäre die beste und sozial verträglichste Lösung für die Probleme von Stuttgart, Köln, Berlin & Co, zumal sie dem Verursacherprinzip Rechnung tragen würde. Inzwischen geben sich die Hersteller kooperativ, wenn der Staat auch viel Geld dazu gibt. Die Frage ist: Wie lange lässt sich dieser Staat eigentlich auf der Nase herumfahren?

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