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Unfreiheit, süße

Eine Reflektion von einem Künstler und Philosoph, der derzeit eine mehrjährige Haftstrafe abbüßt.

  • Von Roland Orlando Moed
  • Lesedauer: ca. 13.5 Min.

Persönliche Freiheit wird überbewertet. Schutz der Persönlichkeit? Was soll das? Natürlich soll jeder sehen, wer man ist, was der Einzelne macht und vor alles, was man hat. Das ist gut so. Jedes Selfie, jedes Posting auf Facebook, Twitter, Instagram oder einem anderen sozialen Netzwerk bezeugt, dass man lebt. Und dazugehört. Gesehen und gehört zu werden, ist wichtig. Was braucht man da einen Persönlichkeitsschutz oder Freiheit? Am besten ist es doch, sich so zu verhalten wie alle anderen. Dann hat man seine Ruhe, seine persönliche Ruhe. Und mit den vielen Kameras, den vielen Livestreams muss man heute noch nicht einmal vor die Türe und kann dennoch am Weltgeschehen teilnehmen. Zu Hause ist es ja immer noch am schönsten. Und am besten. Es ist doch alles aufs Beste geregelt. Was wäre es doch anstrengend und mühsam, würde man als Kämpfer für die Freiheit an Demonstrationen oder anderen Veranstaltungen teilnehmen - wie anstrengend wäre das...


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