Werbung

Polnische Unabhängigkeitserklärung

Stephan Fischer über den 11. November in Warschau

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Polnische Unabhängigkeitserklärung

Es war nicht nur ein Erinnerungszeichen: Der 11. November mit dem Marsch von geschätzt einer Viertelmillion Menschen in Warschau anlässlich der Erlangung der Unabhängigkeit vor genau 100 Jahren nach 123-jähriger Fremdherrschaft nach drei polnischen Teilungen - er war auch eine Unabhängigkeitserklärung an den Westen Europas.

Deren Spitzen gedachten in Paris des Endes des Großen Krieges, die Betonung lag auf den Millionen Opfern, Frankreichs Präsident Macron geißelte den Nationalismus nicht nur in Richtung Trump als »Verrat«. In Warschau verschwamm genau jene Grenze zwischen Nationalismus und Patriotismus im durch Pyrotechnik erzeugten roten Rauch. Präsident Andrzej Duda und die graue Eminenz der PiS, Jarosław Kaczyński, nahmen an der Demonstration teil, die auch im Kalender von Rechtsextremen aus Polen und ganz Europa mittlerweile fester Termin ist.

Der jährliche Aufmarsch zeigt ein Dilemma: Die EU, der Polen vor allem mit dem Ziel beitreten wollte, sich dem Einfluss Moskaus zu entziehen, war 2004, als der Beitritt vollzogen wurde, längst eine andere: Eine Gemeinschaft, die auf dem Weg immer tiefgreifender Integration nationale Souveränität in vielen Politikfeldern als Auslaufmodell sah. Die Fackeln in den Straßen Warschaus leuchten also auch die schwer zu überwindenden widersprüchlichen Ideen aus, wohin es mit Europa und der EU gehen soll.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken