Werbung
  • Politik
  • Wahlkampfspende aus der Schweiz

Durchleuchtung der AfD-Finanzen gefordert

Bundesschatzmeister der LINKEN fordert Untersuchung der »Schweiz-Connection«

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Alice Weidel, AfD Bundesvorstandsmitglied. 2017 zog die AfD in den Bundestag ein und wurde drittstärkste Kraft. Doch auf den Erfolg könnte sich nun ein Schatten legen. Eine Großspende aus der Schweiz kurz vor der Wahl bringt die Partei aktuell in Erklärungsnot.
Alice Weidel, AfD Bundesvorstandsmitglied. 2017 zog die AfD in den Bundestag ein und wurde drittstärkste Kraft. Doch auf den Erfolg könnte sich nun ein Schatten legen. Eine Großspende aus der Schweiz kurz vor der Wahl bringt die Partei aktuell in Erklärungsnot.

Berlin. Wegen der fragwürdigen Wahlkampfspende aus der Schweiz für die AfD fordert der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs, die Finanzen der Partei umfassend zu prüfen. »Bundestagspräsident Schäuble ist jetzt in der Pflicht, das Finanzgebaren der AfD mit all ihren Gliederungen genau zu untersuchen«, sagte er dem »Handelsblatt« am Mittwoch.

Der Bundesschatzmeister der LINKEN, Harald Wolf, vermutet weitere Unstimmigkeiten bei den AfD-Finanzen. Der aktuell diskutierte Vorgang sei »nicht das erste Mal, dass Wahlkämpfe der AfD massiv aus der Schweiz unterstützt wurden«, sagte er der »Rheinischen Post«. »Es ist höchste Zeit, dass die 'Schweiz-Connection' der AfD untersucht wird.«

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) sprach sich ebenfalls für eine vertiefte Prüfung aus. »Es ist an der Zeit, die Finanzströme der AfD genauer zu untersuchen«, sagte er der »Passauer Neuen Presse«. Die Rechenschaftsberichte müssten »genau durchleuchtet« und die Verantwortlichen noch einmal gehört werden - »das ist zwingend notwendig«, sagte Kubicki.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hatte ein Schweizer Unternehmen Überweisungen an den AfD-Kreisverband Bodensee getätigt, wo die heutige Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alice Weidel, ihren Wahlkreis hat. Parteispenden aus Nicht-EU-Staaten sind grundsätzlich illegal.

Die Spenden gingen laut Medienberichten auf einen anonymen Spender zurück und waren für Weidels Wahlkampf bestimmt. Sie wurden offensichtlich wieder zurückgezahlt, allerdings wohl erst im Frühjahr 2018. Weidel weist eine Verantwortung für den Vorgang zurück. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken