Die Schokoladenmetropole

Dresden widmet dem bekannten Gemälde »Schokoladenmädchen« eine Sonderausstellung und erinnert mit einem Schokoladenfestival an den süßen Ruf der sächsischen Hauptstadt.

  • Von Heidi Diehl
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Es hätte fürchterlich schief laufen können, doch Francesco Graf Algarotti konnte nicht anders, nachdem er einmal dieses Gemälde erblickt hatte. Es gefiel ihm auf Anhieb so sehr, dass er es dem Künstler Jean-Etienne Liotard 1745 noch an der Staffelei abkaufte - im Auftrag des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August III. »Dieses vorzügliche Werk lässt mich glauben, dass Seine Majestät es dem schönsten Pastellkabinett der Welt für würdig erachten möge«, sagte Algarotti dem Maler.

120 Golddukaten verlangte Liotard für das Bild - ein Vermögen für die damalige Zeit. Was würde wohl sein Dienstherr sagen, wenn er das Bild sieht, fragte sich Algarotti. Denn anders als die vielen Pastelle, die der kunstliebende Monarch bislang in seinem Dresdner Pastellkabinett gesammelt hatte, zeigte Liotards Bild keine Dame von hohem Stand, sondern ein einfaches Dienstmädchen: Mit weißer Schürze und rosa Seidenhaube serviert es auf einem Table...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.