Weltbewegendes in der Kleinstadt Mühlberg

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Lediglich 3757 Einwohner zählt Mühlberg an der Elbe. Weil die Industrialisierung einen Bogen um die Ortschaft machte, ist es bis heute eine Art Ackerbürgerstädtchen geblieben. Es ist weder besonders schön, noch besonders hässlich, sondern schlicht brandenburgischer Durchschnitt. Dabei gehört es zu den Gegenden, die erst mit dem Wiener Kongress von 1815 an Preußen fielen. Beinahe wäre es 1991 wieder zurück zu Sachsen gekommen. Eine Mehrheit der Bevölkerung hätte das gewollt, doch die Politik entschied damals anders, und so endet Sachsen auf dem gegenüberliegenden Ufer der Elbe. Erst seit 2008 gibt es eine Brücke über den Fluss.

Am 24. April 1547 stand Mühlberg im Zentrum des Weltgeschehens. An diesem Tag schlug das mit 29 000 Mann weit überlegene Heer Kaiser Karls V., in dem Deutsche, Italiener und Spanier kämpften, die nur 6000 Mann zählenden Truppen des Schmalkaldischen Bundes und beendete so den ersten Religionskrieg auf deutsch...

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