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Deutsche Skispringer landen sofort auf dem Podest

Zum Weltcupauftakt in Wisla erreicht das deutsche Team Platz zwei hinter Gastgeber Polen, auch im Einzel wird Stephan Leyhe Zweiter

  • Von Patrick Reichardt, Wisla
  • Lesedauer: 2 Min.

Ein überragender Kamil Stoch hat den ersten Überraschungscoup der deutschen Skispringer beim Start in diesem Winter verhindert. Mit einem Fabelsprung auf 129 Meter sicherte der Tourneesieger dem Gastgeber Polen mit 1026,6 Punkten beim Weltcupauftakt in Wisla am Samstag den Erfolg im Teamwettbewerb.

Das DSV-Quartett mit Karl Geiger (Oberstdorf), Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Stephan Leyhe (Willingen)und Richard Freitag (Aue) belegte mit 1015,5 Punkten einen starken zweiten Platz, lag am Ende aber etwa sechs Meter hinter den Siegern. Die soliden Sprünge von Schlussmann Freitag reichten nicht, um den kleinen Vorsprung gegen Polens Überflieger Stoch zu verteidigen.

»Wir wollten auf das Podium kommen. Es war cool, dass wir bis zum letzten Springer ein Duell liefern konnten. Stoch war aber eine Klasse stärker«, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Zuvor hatte der extrem starke Leyhe mit dem siebten Sprung die Führung erobert und Hoffnungen auf den ersten Sieg befeuert.

Österreich wurde mit deutlichem Abstand Dritter (927 Punkte), der Topfavorit Norwegen musste nach einer Disqualifikation von Robert Johansson schon nach einem Durchgang alle Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Trainer Schuster hatte auf Olympiasieger Andreas Wellinger verzichtet, nachdem dieser in Training und Qualifikation nicht überzeugt hatte. »Andi wird weiterkämpfen, er ist ein hervorragender Skispringer. Es läuft halt nicht ganz so optimal«, so Schuster, der mit seiner Entscheidung nicht falsch lag. Das Quartett um Richard Freitag überzeugte mit Konstanz, weiten Sprüngen und sicheren Landungen auf dem schwierigen Hang im herbstlichen Wisla.

Schuster sah sich in den positiven Eindrücken aus der Vorbereitung bestätigt. »Das Potenzial ist da, aber man braucht ein bisschen Glück«, befand er. Das erste Springen Mitte November gilt bei den Springern oft als Wundertüte, wirkliche Aufschlüsse werden erst die kommenden Wochen in Kuusamo (Finnland), Nischni Tagil (Russland) und Titisee/Neustadt im Schwarzwald bieten. »Es war kein einfacher Wettkampf. Da können wir schon ganz zufrieden sein«, sagte Eisenbichler, der eine ordentliche Leistung zeigte. Es gebe aber durchaus »noch Potenzial nach oben«.

Beim Einzelspringen am Sonntag holte sich mit Jewgeni Klimow erstmals ein Russe den Weltcupsieg mit 263,4 Punkten. Stephan Leyhe, nach dem ersten Durchgang Sechster, rückte mit seinem 130,5-m-Sprung noch auf den zweiten Platz (256,7) vor und gelangte damit zur ersten Podestplatzierung seiner Karriere. Dritter wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi (255,6). Andreas Wellinger, der in die Mannschaft zurückgekehrt war, demonstrierte als Elfter (248,8) aufsteigende Form. dpa/nd

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