Werbung

Geld blutet nicht

Simon Poelchau über den geplanten Saudi-Arabien-Trip von Joe Kaeser

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Geld stinkt nicht, heißt eine alte Redewendung. Man könnte auch sagen, Geld blutet nicht. Nach dieser Devise handelt so wie manch anderer Konzernlenker auch Siemenschef Joe Kaeser, der nun Ende November offenbar doch auf eine Konferenz nach Saudi-Arabien reisen will.

Seine Teilnahme an der Investorenkonferenz in Riad im Oktober sagte der Manager ohnehin nur äußerst widerwillig ab. Ohne immensen öffentlichen Druck nach dem Mord an dem kritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul hätte Kaeser nicht auf das Stelldichein mit den Scheichs verzichtet. Zu sehr lockten und locken milliardenschwere Aufträge für den Münchner Konzern. Kaesers Argument für seine jetzt geplante Reise, er wolle »nicht das ganze saudische Volk für die Tat verantwortlich machen und in Sippenhaft nehmen«, ist deshalb nur vorgeschoben. Letztlich geht es Siemens wie anderen Konzernen auch nur um Geschäfte. Und die lassen sich mit einem Partner wie Saudi-Arabien, dessen Taschen voller Petrodollar sind, vortrefflich machen. Moral und politische Empörung sind da zweitrangig. Sie werden nur zum Problem, wenn andere Geschäfte in Gefahr geraten oder der Ruf zu sehr geschädigt wird.

Deswegen hält sich Kaeser auch dieses Mal eine Hintertür offen. Doch letztlich wird er irgendwann nach Riad reisen. Die Deals locken zu sehr.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen