Das »bezahlte Genie«

Ein Bild-Text-Band von Dieter Hoffmann über Albert Einstein in Berlin

  • Von Monika Melchert
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Unter den Linden fand sich damals der Sitz der Preußischen Akademie der Wissenschaften, gleich neben der Friedrich-Wilhelms-Universität. Das ist die Gegend, in der sich Albert Einstein oft bewegt. Und natürlich draußen in Dahlem, im Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie.

Nicht die Stadt Berlin zog Einstein an, als er im Frühjahr 1914 von Zürich nach Berlin ging, wohl aber die exzellenten Möglichkeiten für seine wissenschaftliche Arbeit: »als Akademie-Mensch ohne irgendwelche Verpflichtung, quasi als lebendige Mumie«, wie er ironisch in einem Brief formuliert. Und nicht zuletzt ist es auch seine Cousine Elsa Einstein, die 1919 seine zweite Ehefrau wird.

Fast zwei Jahrzehnte wirkt der berühmte Physiker und Nobelpreisträger schließlich als »bezahltes Genie« in der Reichshauptstadt, die Anfang des 20. Jahrhunderts das Zentrum der wissenschaftlichen Forschung war, insbesondere auf dem Gebiet der Physik. Alles, was...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.