Ex-Kontrolleur: Diese Dopingtests sind nutzlos

Zu wenig Geld, kein Aufklärungswille und durchschaubare Testmuster - ein Dopingjäger erhebt schwere Vorwürfe

  • Von Nikolaj Stobbe
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Miese Bezahlung, Tricksereien von Athleten, Sonderrechte für Fußballer: Das Kontrollsystem im deutschen Antidopingkampf befindet sich in einem alarmierenden Zustand. Das behauptet zumindest der langjährige Kontrolleur Sven Laforce nach seinem Ausstieg aus der Branche. »Fußball ist für uns Antidopingkämpfer ein rotes Tuch«, sagte Laforce der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. »Da läuft nicht alles so wie es sollte.« Er habe den Eindruck gewonnen, dass für die Tests immer dieselben Kontrolleure zuständig seien und zudem die Zusammenarbeit mit der Nationalen Antidoping-Agentur nicht regelkonform funktioniere. »Ich bezweifle, dass die Resultate zuerst der NADA gemeldet werden«, sagte Laforce, der nach 21 Jahren bei der schwedischen Kontrollfirma IDTM gekündigt hat.

»Fußballer dürfen alles. Sie gingen allein auf die Toilette, sie duschten vor der Kontrolle und zogen sich um. Nicht immer war ein Kontrolleur dabei«, sagte Laforce. Als er einma...


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