Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Schwach und stark zugleich

Schach-WM: Carlsen vergibt Sieg, Tiebreak entscheidet

  • Von Pirmin Closse, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Fabiano Caruana riss verdutzt die Augen auf, als ihm der Weltmeister plötzlich die Hand entgegenstreckte. Dass Titelverteidiger Magnus Carlsen mit seinem Remisangebot auch die zwölfte Partie der Schach-WM in ein Unentschieden lenkte, überraschte seinen Herausforderer sichtlich. Trotz klarer Vorteile auf dem Brett ließ Carlsen die vorletzte Chance zum Sieg ungenutzt. Die Entscheidung fällt nun im Tiebreak an diesem Mittwoch.

»Ich war einfach nicht in der richtigen mentalen Verfassung, um weiterzukämpfen«, räumte Carlsen wenig später offen ein: »Ich habe keinen Weg gesehen, wie ich die weiße Verteidigung brechen könnte, ohne Risiken einzugehen.« Risiken, die der Norweger bereits in den elf vorangegangenen Remispartien immer wieder gescheut hatte. Der große Dominator der vergangenen Jahre ist in London spürbar ins Wanken geraten.

Dennoch war Carlsens überraschende Entscheidung ein Signal der Schwäche und der Stärke z...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.